Das war’s dann, Skype!

Eigentlich wollte ich hier kein M$-Bashing betreiben und wie (und warum) hätte Skype verhindern sollen, von einem riesigen (und reichen) Konzern wie Microsoft gekauft zu werden?

Skype war am Anfang eine richtig tolle Idee gute Kopie Abwandlung bestehender Ideen und lange ein praktischer, kostenloser Helfer. Der SIP-Standard per Sipgate hat mir zwar von Anfang an besser gefallen, aber Skype konnten auch meine Eltern allein installieren und es lief dann einfach.

Als ich in den USA telefonieren wollte und der Kauf einer einer US-Sim auch im dritten Laden nicht problemlos möglich war, habe ich sogar mal zehn Dollar Guthaben für SkypeOut aufgeladen und saugünstig ins US- und deutsche Festnetz telefoniert. Als nach 6 Monaten ohne Nutzung die verbliebenen 9,50 verfallen sind (ziemlich ätzende Regelung!), war es unter’m Strich dann doch ein teurer Spaß…

Zusätzlich wurde der Windows-Client in den letzten Jahren ein immer dickeres Monster und wollte gern dauernd im Hintergrund laufen, also wurde Skype zur Notlösung für Leute, die man anders nicht erreichen konnte.

Seit gestern gehört Skype nun Microsoft. Nach Nokia kaufen die Redmonder den nächsten Laden mit richtig vielen Kunden und für deren Portfolio ist das auch sicher gar nicht schlecht. Für mich reicht es aber unter’m Strich dafür, so bald wie möglich komplett auf Skype zu verzichten.

Für die entscheidenden Entwickler ist es hoffentlich der Ansporn, eine universelle, einfache und freie Lösung zu schaffen, mit der man von und zu beliebigen Systemen Audio, Video und mehr streamen kann.

Oder übernimmt Google auch dieses Feld?

Update 2011-05-30: Das wird ja immer besser!?

2 Antworten auf „Das war’s dann, Skype!

  1. Wenn dir SIP bekannt ist, wieso war dann nicht ein normaler deutscher SIP Anbieter die erste Wahl? Ich stellte damals sehr erfreut fest, dass sich mein Provider überhaupt nicht dafür interessierte, ob ich meine Softphone aus seinem IP Bereich oder von sonstwo aus verwende. Resultat: Ich konnte in den USA zu Festnetzpreisen telefonieren konnte, die dann auch nächsten Monat als reguläre Gespräche auf der Rechnung auftauchten – ohne irgendwelche Restguthaben.

    1. Der Bedarf hat sich erst ergeben, als ich schon drüben war und es musste schnell gehen. Ich hatte zwar auch ein für Sipgate konfiguriertes SoftPhone auf dem Rechner, das war aber im Netz meines Gastgebers nicht zum Laufen zu bekommen. Skype hat sich hingegen von innen wunderbar durch jede Firewall gebohrt – das war der enorme Vorteil „damals“ ;)

      Weniger als 10 Dollar waren nicht möglich und ich war mir sicher, ich würde das abtelefonieren. Die US-Nummer habe ich nie wieder benutzt :/ So kann man sich täuschen…

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