Verfasst von: Patrick Günther | 2011-04-14

Monitoring des Energieverbrauchs

Leider haben wir (bzw. meine Eltern) bei der kürzlich erfolgten Erneuerung des Hausanschlusses  kein SmartMeter, sondern wieder einen einfachen Ferraris-Zähler bekommen. Sonst wäre das alles etwas einfacher… Allerdings muß ja vielleicht auch nicht jeder beim Energieversorger (EVU) wissen, wieviele Leute heute geduscht haben ;)

ICH möchte aber gern wissen (und loggen), wann ich wieviel verbrauche. Dafür gibt es erstmal folgende Möglichkeiten.

Weiter nach dem Sprung:

Geschafft ;)

Ich könnte:

  1. den Stromzähler gegen Gebühr zu einem Smart-Meter mit irgendeinem Datenausgang tauschen lassen,
  2. einen eigenen Stromzähler hinter den Zähler vom EVU bauen (lassen),
  3. über Stromzangen kontaktlos mit einem Messgerät die drei Phasen messen oder
  4. den vorhandenen Stromzähler optisch auslesen.

Wenn man jetzt außer der Reihe einen Energiezähler mit einfacher Schnittstelle („Pulsausgang“) oder einen intelligenten mit Datenbereitstellung im LAN oder beim EVU haben möchte (1), stellt einem der Versorger das in Rechnung. Einmalig 75,- Euro und dann jedes Jahr 50,- oder 100,- extra :/ Außer man wechselt z.B. zu YelloStrom, da ist der Zähler wohl für Neukunden dabei verfügbar, kostet aber auch. Beide Lösungen fallen für uns aus. Strom und Spannung tun schon bei Berührung genug weh, die müssen nicht auch noch gelb sein oder regelmäßig über Gebühr dem Konto schaden.

Man könnte sich aber auch selbst so einen intelligenten Zähler kaufen und hinter den offiziellen bauen / lassen (2). Dann muß er nicht geeicht sein (das macht ihn billiger) und praktischer Weise hat man die Daten auch nur selbst (das erhöht den Eltern-Akzeptanz-Faktor EAF).

Ohne so massiven Eingriff in die Elektro-Installation (man muß ja mal eben alle drei Phasen abschalten und damit das ganze Haus tot legen) ginge es auch noch mit Add-On-Geräten (3), deren Sensor-Zangen nur um die drei Leiter geklemmt werden. Das ist dafür nicht ganz so genau und die Blindleistung wird mit gemessen, aber die verfälscht den Wert nur nach oben und ist eh böse. (Shame on you, Mrs. Blindleistung ;)

So ganz billig sind diese Lösungen allerdings auch nicht. Und eigentlich möchte ich ja nicht nur den Gesamtverbrauch messen, sondern jeden Kreis ab dem Automaten oder gar jeden Verbraucher – und am Besten auch noch schalten! DAS wird dann richtig teuer… Ist aber auch eine andere Baustelle, dazu ein anderes Mal mehr.

Und das alles nur für Spielkram, weil es mich interessiert?

Ich könnte mir das ja noch mit dem Einsparpotenzial schön rechnen, aber damit amortisiert sich der Spaß kaum früher als bis zum Ende seiner (und meiner) Haltbarkeit :/

Eine vierte Lösung (oder eigentlich nullte, weil ich darüber auf das ganze Thema gekommen bin) ist die extrem primitive (aber funkltionierende!) Bastellösung (4). Eine IR-LED mit Detektor, die auf den offiziellen Zähler geklebt wird mit einem Microcontroller, der darüber den roten Strich auf der rotierenden Scheibe erkennt. Eine Umdrehung (bei unserem Zähler) = 1/96 kWh. Das wird es für den Anfang wohl werden…

Wie die gesammelten Daten dann per Funk oder Kabel an einen Server gelangen und dann noch visualisiert werden, ist dann noch eine ganz andere Baustelle. Damit habe ich dann eh länger zu tun ;)

Ich werde es jedenfalls nach Anregungen durch JeeLabs (eh meine Lieblingsplattform für Elektronik-Basteleien) mit einem Reflex-Optokoppler CNY70 versuchen. Der ist wohl nicht ideal (JCW benutzt andere), aber der CNY ist preiswert und im Gegensatz zu den anderen schnell verfügbar.

  • Update 1: Den ersten CNY70 habe ich gegrillt
  • Update 2: Der zweite CNY70 läuft generell gut, allerdings nicht bei meinem Zählertyp (Plexiglas-Scheibe zu weit von der Scheibe entfernt)

Ich werde wohl doch einen der anderen Sensoren besorgen müssen…

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Responses

  1. […] noch mehr Einleitung in das Thema möchte, den verweise ich auf diesen Blogartikel und natürlich auf […]


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